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Wenn Sie einen Kräuterhügel (oder ein Kräuterbeet) anlegen wollen, sollten Sie auf die Bodenbeschaffenheit achten. Ideal ist leicht sandiger Humus. Für südländische Kräuter ist magerer Sandboden geeignet. Lehmboden muß gelockert und mit Sand vermischt werden. Kompostgaben sind wichtig.

Kräuter eignen sich gut zur Schädlingsbekämpfung im Gemüsegarten. Es kostet zwar mehr Mühe, als chemische Spritzmittel, sie sind jedoch umweltfreundlich und für Menschen, Säugetiere und Vögel völlig ungefährlich. In Frage kommen Brühen, Jauchen oder Tees aus Kräutern.

Anwendung: Tees genau so wie zum Trinkgebrauch. Für Brühen weicht man die frischen oder getrockneten Kräuter 24 Stunden in kaltem Wasser ein und kocht sie dann eine halbe Stunde. Für Jauchen gießt man Wasser über zerkleinerte Kräuter und rührt regelmäßig um. Diese Brühe muß dann im Freien gären. Gegen den unangenehmen Geruch kann man etwas Gesteinsmehl über die Jauche streuen. Auf 10 Liter Wasser kommen 1 kg frische Kräuter z. B. aus Rainfarn oder Brennesseln. Stattdessen kann man auch 150 g getrocknete Kräuter nehmen.

Getrocknete Kräuter würzen stärker, als frische, weil die Aromastoffe durch den Flüssigkeitsverlust konzentrierter sind. Wir hängen auch immer einen Strauß Pfefferminze oder Thymian auf die Terrasse - duftet herrlich! Auf einen dunklen oder schattigen, nach Möglichkeit luftigen Ort sollte man achten.

In einem abgelegenen Winkel des Gartens sollte man eine kleine Brennnessel - Ecke lassen. Die Blätter dieser Pflanze sind Nahrung für die Raupen von mindestens 13 Schmetterlingsarten, z. B. das Tagpfauenauge. Bekannt ist die Heilwirkung der Brennnessel u. a. bei Rheuma, Ekzemen oder auch Erkältung. Junge Triebe können auch als Gemüse verarbeitet werden (wie Spinat).

Über 60% der Falter stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Die Zerstörung ihres Lebensraumes und Gifteinsatz gefährden ihren Bestand. Außer der Brennnessel - Ecke können Sie mit relativ kleinen Maßnahmen etwas für Schmetterlinge tun: Einen Teil des Rasens in Wiese umwandeln; Pflanzen mit offenen Blüten setzen (z.B.Kartäusernelke, Sommerflieder, Wilder Majoran und andere heimische Wildblumen); als Ersatz kann man sich einen ”Schmetterlingscocktail” aus Honig, Zucker und einer Prise Salz mixen und in Wasser auflösen; für die Raupen der Schmetterlinge sind die Wilde Möhre und Petersilie für den Schwalbenschwanz, Disteln für den Kleinen Fuchs, Tagpfauenauge, Admiral. Fast alle Blätter exotischer Pflanzen werden von Schmetterlingen verschmäht.

 

Eine Hecke sollte im unteren Drittel breiter sein als oben,damit die unteren Zweige ausreichend Licht bekommen.Dadurch bleibt die Hecke gleichmäßig dicht.

Unverfugte Mauern bieten Schlupfwinkel und Schutzzonen für die selten gewordenen Eidechsen, bes. auch für Insekten (z. B. Schlupf - und Erdwespen, Erdhummeln).

 

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