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Hier finden Sie Neuigkeiten - positive, aber auch negative - die den Naturfreund interessieren.
Das Komitee gegen den Vogelmord e. V. meldet einen Erfolg! In seinem Artenschutzbrief Nr. 11 vom 18. 04. 2007 steht:
“...hat sich viel getan: Insbesondere in Italien waren wir ausgesprochen erfolgreich - so neigt sich die “Tradition” der Bogenfallen rund um den Gardasee nach 25 Jahren harter Arbeit endlich dem Ende. Besonders erfreulich ist auch das endgültige Einfuhrverbot von Wildvögeln in die Europäische Union, das millionenfache Leiden der “Ziervögel” aus den Tropen Südamerikas, Afrikas und Asiens hat damit ein Ende gefunden.”
Im gleichen Artenschutzbrief findet sich der Leserbrief eines Jägers in “Wild und Hund”, der Jagdgazette. In Ausgabe 2/2007 war darin zu lesen, “wieviel Spaß das Töten von Seltenheiten in heimischen Wäldern machen kann” (Zitat vom Komitee). Da schreibt der Sportjäger z. B.:
“Kurz nach dem Aufbaumen strich eine Schnepfe an mir vorbei - ich schwang mit, schoß, und die Schrote ließen sie zu Boden fallen.” Oder: “Als es heller wurde, paßte ein Baummarder aus dem Altholz auf den Forstweg in meine Richtung. Schon war die Kugel aus dem Lauf und der Räuber lag.” Der Bericht des “Naturfreundes” endet mit den Worten: “Es lohnt sich immer wieder, den Drilling dabei zu haben.” Kommentar vom Komitee: “Stimmt! Man weiß nämlich nie, wann Waldschnepfen und Baummarder im Schwarzwald ausgerottet sein werden!”
Wie erfolgreich die Jagd auf einen Birkhahn (!) für zwei deutsche Jäger in Österreich verlief (wo es im Gegensatz zu Deutschland noch gesunde Birkhuhnbestände gibt), sei auszugsweise ebenfalls aus “Wild und Hund”, 2/2007 hier wiedergegeben. Als der mit imitierten Balzrufen herbeigelockte Vogel gleich darauf “steintot” vor den Füßen der Sportsfreunde lag, fielen sich diese “wie die Schulbuben(...) lachend um den Hals” und ”wir konnten unser Glück kaum fassen.” Anschließend ging es zum Berggasthof, wo ein “festliches Schmausen und Zechen fällig” war.
Das Komitee schreibt dazu: “Besoffene deutsche Jäger in der “Ostmark” (...) und eine abgeschossene Seltenheit - es tut einem fast leid, nicht dabei gewesen zu sein!”
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Massenmord an Singvögeln
Mit Steinplatten machen Franzosen brutal Jagd auf geschützte Arten, schreibt die Bonner Abendzeitung vom Donnerstag, 10. 5. 2007. Zitat: “Mit brutalen Steinquetschfallen fangen die Jäger die Singvögel, tausende Tiere verenden jedes Jahr qualvoll mit gebrochenem Genick oder zerschmetterten Flügeln.” Vogelschützer Axel Hirschfeld vom Komitee sagt: “Was die Tierquälerei angeht, ist das das Schlimmste, was das europäische Arsenal von Fällen zu bieten hat.” Die Zeitung weiter: “Satte fünf Kilo Stein knallen auf den Vogel, sobald dieser an eines der stützenden Stöckchen stößt. Und das legal.” Frankreich argumentiert damit, es handele sich um eine Lebendfalle, die laut Vogelschutzrichtlinie erlaubt sei. Unter der Platte sei ein Hohlraum angebracht, in dem der Vogel lebend gefangen werde und im Falle einer geschützten Art wieder frei gelassen werden könne. Eine Farce, denn alle gefundenen Tiere waren entweder tot oder tödlich verletzt.
Das Komitee hat Beschwerde bei der EU eingereicht. Das Abendblatt: “Die Vogeljagd ist ein europaweites Problem, doch Frankreich sei laut Hirschfeld das einzige Land, das “es sich ganz offen erlaubt, gegen EU - Richtlinien zu verstoßen”. 100 Millionen Vögel werden legal jedes Jahr in Europa gefangen... Daneben eine hohe Dunkelziffer durch Wilderei...Deutschland hat für bedrohte Vogelarten Schutzgebiete eingerichtet, doch diese helfen wenig. Denn die meisten Zugvögel kehren von ihrer Winterreise in den warmen Süden nicht aus Frankreich zurück.”
Septemberheft 2007: Erfolg zu verbuchen! 25 000 Protestpostkarten gegen die brutalen Steinquetschfallen haben seit September 2006 Freunde und Förderer des Komitees an die französische Regierung geschickt. Nun kann man an den neuen Umweltminister Jean-Louis Borloo adressierte Postkarten bei der Geschäftsstelle des Komitees anfordern (www.komitee.de)
Traurige Meldung im Septemberheft des Komitees: “Maltas Wilderer geben nicht auf. Trotz einer Kürzung der Jagdzeiten und einer Verdoppelung der Strafen für Wilderei ist die illegale Wilderei nach wie vor ein ernstes Problem für den Schutz bedrohter Arten....Abschüsse von Seltenheiten, darunter Rohrweihen, Wespenbussarde, Bienenfresser und Pirole.” Das Komitee veranstaltet im Herbst 2007 ein internationales Vogelschutzcamp auf Malta, “um die immer noch hoffnungslos unterbesetzte Umweltpolizei bei der Bekämpfung der Wilderei zu unterstützen.”
Komiteeprojekt: Jagdfreie Fincas auf Mallora. Lesen Sie bitte auf der Homepage www.komitee.de!
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Geteilte Meinungen zur ganzjährigen Vogelfütterung
Während der Bundesverband des NABU und andere fachliche Stellungnahmen die Ganzjahrfütterung ablehnen, wir selbst früher auch strikt dagegen waren, füttern wir nun seit Jahren ganzjährig und stehen damit nicht allein, wie Leserbriefe im NABU - Heft zeigen. Der Haussperling ist seitdem jedenfalls in unserem Garten nicht mehr in seinem Bestand bedroht. Neben dem Erfolg der Arterhaltung steht bei uns die Freude obenan, verschiedene Singvögel ganz nah beobachten zu können. Die Amseln fliegen schon mal auf die Fensterbank, um anzuzeigen, dass wieder Futternachschub ansteht. Es sind fast ausschließlich Haferflocken, die sehr beliebt sind und auch an den Vogelnachwuchs verfüttert werden. Da wir zwei Gartenteiche haben, gibt es keine trockenen Hälse.
Die NABU - Redaktion merkt zu ihrer Stellungnahme an: “....Dass darin nicht die Auffassungen aller NABU - Mitglieder wiedergegeben werden können, dürfte sich eher von selbst verstehen, als dass dies ein Demokratieproblem wäre. Meinungsvielfalt soll und wird auch in Zukunft immer im NABU herrschen.” Sehr löblich, meinen wir.
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Lichtverschmutzung - was ist das?
Akustische Umweltverschmutzung ist inzwischen nahezu jedem ein Begriff, da wir fast unablässig davon betroffen sind, ob wir wollen oder nicht.
Nun kann man im NABU - Heft 3/ 07 unter der Überschrift Hell wie der lichte Tag lesen: “Es geschah an einem nebligen November-Abend: Angelockt vom Flutlicht einer Burgruine setzten über der hessischen Kleinstadt Ulrichstein mehrere tausend Kraniche zur Landung an. Überall im Stadtgebiet gingen die Vögel nieder; landeten auf Straßen, Häusern und Garagen; prallten gegen Fenster, Autos und Lichtmasten. Vier Stunden lang hielten sie Polizei und Feuerwehr in Atem. Sechs Tiere wurden verletzt, 14 starben. Erst nachdem die grellen Burglichter und die Lampen hell erleuchteter Straßenzüge gelöscht wurden, sammelten sich die Kraniche und stiegen wieder auf zu ihrem Flug ins Winterquartier.”
Vogelkundler vermuten, dass die Vögel, durch Nebel irritiert, das Flutlicht der Burgruine für eine große Wasserfläche hielten, auf der sie rasten wollten. Sie wurden Opfer eines Phänomens, für das der Begriff “Lichtverschmutzung” geprägt wurde. Selbst im All sind sogenannte Lichtglocken noch zu erkennen: Angestrahlte Berge und Bauwerke, Städte, in denen die Nacht zum Tag gemacht wird, Skybeamer als Werbung für Freiluft-Veranstaltungen.
2001 führte das Wiener Institut für Astronomie eine Umfrage durch: “Wie viele Sterne sehen wir noch?” Ergebnis: Rund 450 in klaren Nächten. 50 Jahre zuvor wurden 4500 gezählt! Die UN hat den Sternenhimmel zum schützenswerten Kulturgut erklärt.
In Deutschland beträgt die Zuwachsrate der Lichtverschmutzung jährlich sechs Prozent. Im Gegensatz zum Menschen, der sich gegen Lichtsmog schützen kann, sind Tiere dem Kunstlicht oft wehrlos ausgeliefert. “Künstliche Lichtquellen tragen zum allgemeinen Artenschwund bei”, sagt Arno Schanowska vom Bühler NABU - Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz. Dies gilt besonders für Insekten, aber auch z. B. aktuell für die Fledermausart Kleine Hufeisennase, die durch den geplanten Dresdener Brückenbau gefährdet ist.
Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, Umweltschutz und zugleich Energieeinsparung zu betreiben. Anstatt der zu einem Drittel veralteten Straßenlampen (Quecksilberdampf-Hochdrucklampen) sollten die stromsparenden Natriumdampf-Hochdrucklampen eingesetzt werden, deren Lichtausbeute doppelt so hoch ist. Der NABU-Biologe: “Die insektenfreundlichste Lampe ist die, die erst gar nicht brennt.” Geht nicht immer, aber oft.
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